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In meinen Vorträgen biete ich kreative Impulse für die kritische Auseinandersetzung mit tradierten geistigen Herrschaftspositionen an.
Ohne Anspruch auf absolute Wahrheit und ohne ehrfürchtigen Blick nach oben.
Nicht eingebettet in irgendwelche Gedankensysteme, nicht erlesen, sondern eigenverantwortlich selbst ganz neu gedacht. Skizzen und Anregungen. Zusammengefasst zu vielschichtigen Gedankenbildern, die akustisch zur Ausstellung gelangen.
Herrschaftsstrukturen haben die Entwicklung der Menschheit über Jahrtausende begleitet und menschlichen Fortschritt durchaus gefördert.
Doch seit mehr als zwei Jahrhunderten vollzieht sich ein epochaler Wandel zu immer mehr politischer, gesellschaftlicher und persönlicher Freiheit und somit auch zu immer mehr Eigenverantwortung hin.
Wir befinden uns selbst mittendrin.
Diese emanzipatorische Entwicklung, die aufgrund temporärer politischer Tendenzen manchmal durchaus widersprüchlich, im allgemeinen nicht gleichmäßig und im globalen Rahmen nicht gleichzeitig überall verläuft, sehe ich angesichts der unaufhaltsam anwachsenden menschlichen Potenzen als grundsätzlich unumkehrbar an.
Denn der allgemeine Fortschritt schafft Fülle, die ihrerseits vielfältige Chancen, Möglichkeiten und Entscheidungsspielräume bietet, die gleichbedeutend mit Freiheiten sind.
Die raschen gesellschaftlichen Veränderungsprozesse brauchen kritische Korrektive, die wiederum politische Freiheiten voraussetzen, um potentiellen Fehlentwicklungen möglichst schnell und wirksam entgegen steuern zu können.
Und letztlich erfordert das dafür unerlässliche soziale Engagement des Einzelnen dessen souveräne Eigenverantwortlichkeit, die gleichfalls nur in Freiheit reifen kann.
Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Freiheiten taugen die alten Welterklärungsmodelle, die sogenannten zeitlosen Wahrheiten und statischen Denkkonzepte von festen Hierarchien und statischen Ordnungen, von Anpassung und Unterordnung nicht mehr. Sie blockieren das Erkennen der eigenen Chancen, das Begreifen der eigenen Macht und die Bewusstheit über die eigenen Verantwortungen viel mehr.
Dadurch werden vielfältige persönliche Einflussmöglichkeiten auf das eigene Leben wie auf den Lauf der realen Welt verspielt.
Alles alte Denken ist von Herrschaft geprägt.
Herrschaft hat stets auf das Denken der Menschen gezielt und das menschliche Bewusstsein über unzählige Generationen hinweg viel mehr, viel weiter, viel umfassender und viel tiefer geprägt, als wir es uns gemeinhin vorstellen können.
Herrschaftsideologien haben tiefe Spuren hinterlassen, die nicht einfach so wegzuwischen sind.
Wir leben in einer neuen Zeit, und sie braucht ein wirklich neues Denken.
Um als Mensch wirklich frei zu werden, reicht es nicht aus, gegen äußere Herrschaft aufzubegehren. Wirkliche Freiheit braucht neben dem Abstreifen realer Fesseln viel mehr. Denn innere Freiheit kommt nicht automatisch mit äußerer Befreiung einher. Die umfassende, zeitgemäße Emanzipation zu einem selbstbestimmten freien Menschen setzt einen positiven Kontakt zu sich selbst, zum eigenen Spüren und Sehnen voraus, und sie kann letztlich nur mit einem ganz neuen, die innere Souveränität unterstützenden herrschaftsfreien Denken gelingen.
Den eigenen Geist in diesem Sinne zu emanzipieren, ist ein ganz eigener neuer und nur vom einzelnen Individuum selbst zu vollziehender Prozess. Dabei geht es weniger um das, was man eh als ungerecht empfindet und innerlich dagegen schon aufbegehrt. Viel wichtiger sind letztlich die ganz subtilen Spuren, die als eigene Begrenzung nicht einmal wahrgenommen werden, weil man sich mit ihnen immer noch positiv identifiziert.
In meinen Vorträgen möchte ich solch subtile Herrschaftsidentifikationen benennen und gleichzeitig realitätsbezogene Alternativen skizzieren, um sinnvolle Anregungen für das selbstkritische Hinterfragen der eigenen geistigen Prägungen zu geben.
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